Kernsanierung Haus: Substanz behalten, Technik erneuern
Bei einer Kernsanierung eines Hauses bleibt der Rohbau stehen – Fundament, Außenmauern, tragende Decken und meist auch der Dachstuhl. Alles andere wird geprüft und, wo nötig, erneuert: Installationen, Heizsystem, Fenster, Böden, Bäder, oft auch Dachdeckung und Fassade. Für viele Eigentümer ist das die wirtschaftlich vernünftigere Alternative zu Abriss und Neubau, weil die vorhandene Bausubstanz weiter genutzt wird und keine neue Baubewilligung für ein komplettes Gebäude nötig ist.
Kernsanierung.at koordiniert dabei alle Gewerke unter Baumeister-Bauleitung. Sie haben einen festen Ansprechpartner, der Termine, Qualität und Abstimmungen im Blick behält – vom Dachdecker bis zum Elektriker.
Gerade bei Häusern lohnt sich der Blick auf das Ganze. Wird zuerst innen saniert und Jahre später die Fassade gedämmt, müssen Fensteranschlüsse, Fensterbänke und eventuell Heizkörper erneut angepasst werden. Wer Hülle und Technik gemeinsam plant, vermeidet doppelte Arbeit und kann die Heizung von Beginn an auf den künftigen, niedrigeren Wärmebedarf auslegen.
Typische Schwachstellen bei Häusern der 50er- bis 80er-Jahre
Häuser aus dieser Zeit wurden mit dem damaligen Wissen gebaut. Was damals Standard war, erfüllt heute weder Komfort- noch Energieansprüche. Bei Besichtigungen sehen wir immer wieder:
- kaum oder gar nicht gedämmte Außenwände, Kellerdecken und oberste Geschoßdecken
- Elektroleitungen ohne Schutzleiter, zu wenige Stromkreise, alte Sicherungskästen
- verzinkte Stahl-Wasserleitungen mit Ablagerungen und Rost
- Öl- oder alte Gaskessel am Ende ihrer Lebensdauer
- Fenster mit undichten Rahmen und einfacher Verglasung
- Dachplatten oder Bauteile, die asbesthaltig sein können und fachgerecht entfernt werden müssen
Die gute Nachricht: All das lässt sich im Zuge einer Kernsanierung planbar beheben, wenn man die Reihenfolge richtig wählt.
Häufig finden sich auch Umbauten früherer Eigentümer: Wände ohne Sturz entfernt, Leitungen ohne Plan verlegt, Kellerräume ohne Abdichtung zu Wohnräumen gemacht. Solche Stellen dokumentieren wir bei der Besichtigung und berücksichtigen sie im Angebot.
Dach und Fassade: die Gebäudehülle mitdenken
Wer innen alles neu macht, sollte die Hülle nicht vergessen. Eine neue Heizung arbeitet nur dann effizient, wenn das Haus die Wärme auch hält. Deshalb prüfen wir bei jeder Haus-Kernsanierung Dach und Fassade mit.
Dach
Wir kontrollieren Dachstuhl, Lattung, Eindeckung und Spenglerarbeiten. Je nach Befund reicht eine Dämmung der obersten Geschoßdecke, oder es wird eine Neueindeckung mit Zwischen- bzw. Aufsparrendämmung sinnvoll – besonders, wenn das Dachgeschoß ausgebaut werden soll.
Fassade
Ein Wärmedämmverbundsystem senkt den Energiebedarf spürbar. Wichtig sind saubere Details bei Fensteranschlüssen, Sockel und Dachrand, damit keine Wärmebrücken und Feuchteschäden entstehen.
Zur Gebäudehülle gehören auch Fenster und Haustür. Werden sie gemeinsam mit der Fassade erneuert, lassen sich die Anschlüsse luftdicht und wärmebrückenarm ausführen – ein Detail, das bei getrenntem Vorgehen oft nur schwer nachzuholen ist.
Heizung, Leitungen und Haustechnik
Mit der Kernsanierung ist der ideale Zeitpunkt, das Heizsystem neu zu denken. Je nach Grundstück und Gebäude kommen Wärmepumpe, Pelletsheizung oder – wo verfügbar – ein Fernwärmeanschluss in Frage. Eine Fußbodenheizung lässt sich im Zuge des neuen Estrichs gleich mit einbauen und passt gut zu niedrigen Vorlauftemperaturen.
Gleichzeitig werden Elektroinstallation, Wasser- und Abwasserleitungen komplett erneuert. Auf Wunsch planen wir Leerverrohrungen für Photovoltaik, Wallbox oder Netzwerk gleich mit ein, damit später nicht noch einmal gestemmt werden muss.
Bei der Wahl des Systems geht es nicht nur um Technik, sondern auch um Platz und Nachbarschaft: Eine Luft-Wärmepumpe braucht einen geeigneten Aufstellort, und die Schallemissionen zum Nachbargrundstück sind zu beachten. Für Pellets ist ein Lagerraum nötig. Diese Punkte klären wir vor der Entscheidung, nicht erst auf der Baustelle.
Feuchtigkeit im Keller und im Mauerwerk
Feuchte Kellerwände, abblätternder Putz oder muffiger Geruch sind bei älteren Häusern häufig. Bevor neue Oberflächen entstehen, muss die Ursache gefunden werden: fehlende oder defekte Abdichtung, aufsteigende Feuchte, mangelhafte Drainage oder schlicht Kondensat durch falsches Lüften.
- Feuchtemessung und Sichtprüfung an den betroffenen Bauteilen
- Außenabdichtung und Drainage, wo das Erdreich zugänglich ist
- Horizontalsperre bei aufsteigender Feuchte
- Sanierputz und diffusionsoffene Oberflächen im Innenbereich
Erst wenn das Mauerwerk trocknen kann, lohnt sich der Innenausbau – sonst sind die Schäden in wenigen Jahren zurück.
Soll der Keller künftig als Wohn- oder Hobbyraum genutzt werden, steigen die Anforderungen an Abdichtung, Dämmung und Lüftung. Auch das gehört in die Planung, bevor Böden und Wände geschlossen werden.
Energieausweis, Bauanzeige und Fixpreis
Ein Energieausweis vor und nach der Sanierung zeigt, was die Maßnahmen bringen, und wird für viele Förderanträge benötigt. Wir stimmen uns dafür mit einem Energieausweis-Ersteller ab. Bei Eingriffen in die Statik, Änderungen an der Fassade oder einem Dachausbau klärt unser Baumeister, ob bei der Baubehörde – in Wien die MA 37, in Niederösterreich die Gemeinde – eine Bauanzeige oder Einreichung nötig ist.
Nach der kostenlosen Besichtigung erhalten Sie ein Fixpreis-Angebot. Als unverbindlicher Richtwert gelten ca. 1.000–2.000 € pro m² Wohnfläche, abhängig von Zustand und Ausstattung. Wir sanieren Häuser in Wien und im Umkreis von rund 40 km in Niederösterreich, etwa in Klosterneuburg, Mödling, Baden, Tulln oder Gänserndorf.
Bei Häusern im Umland klären wir außerdem, ob Kanal- und Wasseranschluss auf dem Grundstück erneuert werden sollen und wo Container und Material am Grundstück abgestellt werden können.
Leistungsumfang
- Bestandsaufnahme von Dach bis Keller
- Baumeister-Bauleitung
- Heizungstausch inkl. Fußbodenheizung
- Elektro- und Sanitärinstallation neu
- Dach- und Fassadendämmung
- Feuchtesanierung im Keller
- Abstimmung Energieausweis
- Fachgerechte Entsorgung
Ablauf
So gehen wir vor.
Besichtigung
Wir begehen das Haus vom Keller bis zum Dachboden und notieren alle Schwachstellen.
Sanierungskonzept
Gemeinsam legen wir fest, welche Maßnahmen in welcher Reihenfolge sinnvoll sind.
Fixpreis & Behörde
Sie erhalten das Fixpreis-Angebot, wir klären Bauanzeige und Förderunterlagen.
Hülle & Technik
Dach, Fassade, Heizung und Leitungen werden in abgestimmter Reihenfolge erneuert.
Innenausbau & Übergabe
Nach Estrich, Bädern und Oberflächen übergeben wir das Haus besenrein mit Dokumentation.
